Lack, Lasur, Öl oder Wachs bei Holzoberflächen?

Auswahl hängt von der Verwendung
der Möbelstücke ab

Alte Möbel liegen weiter im Trend. Jedoch hat die Oberfläche, speziell der Lack, oft an Strahlkraft verloren.

Was also tun?

Will man die Oberfläche nur anschleifen, meist mit Korn 100 bis Korn 150, um eine neue Lackschicht aufzutragen, so ist es wichtig zu wissen, welche Basis der alte Lack hatte, damit der Neuanstrich auch dauerhaft hält. Denn, hatte der alte Lack eine andere chemische Zusammensetzung haftet die neue Farbe eventuell nicht.

Gerade bei alten, lösungsmittelhaltigen Lacken kann es hier Probleme geben, da die modernen Wasserlacke hier nicht halten werden. Im Zweifelsfall bleibt dann nichts anderes übrig, als das Möbelstück komplett abzuschleifen. Eine mühevolle und schweißtreibende Arbeit, zugegeben. Dennoch ist sie notwendig weil sie Voraussetzung dafür bietet, dann auch wieder lange Freude am Möbelstück zu haben.

Zum Entfernen eignen sich Drahtbürste und Schleifpapier, Bohrmaschinen mit entsprechenden Schleifaufsätzen oder spezielle Schleifgeräte. Bestens bewährt haben sich unsere Schleifblocks. Hier klicken

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Um Augen und Lunge vor kleinen Splittern und Schleifstäuben zu schützen, sollte man Schutzbrille und Atemschutz tragen.

Vor dem Lackieren müssen eventuelle Schäden mit einer Holzspachtelmasse, die es in verschiedenen Farben gibt, ausgebessert werden. Wer sichergehen will, dass der Farbton passt, fertigt die Spachtelmasse selbst an: den Staub vom Abschleifen mit Lack zu einer Paste mischen, glatt auftragen und trocknen lassen.

Und wann werden nun Lack, eine Lasur, ein Öl oder Wachs verwendet?  Dies hängt von der Verwendung der Möbelstücke ab. Bei Küchenmöbeln muss die Oberfläche versiegelt werden. Bei einem Fensterrahmen oder einem Möbel für den Außenbereich sollte ein besonders widerstandsfähiger Lack gewählt werden. Dabei sind Kunstharzlacke sehr strapazierfähig und für mechanisch stark beanspruchte Oberflächen empfehlenswert. Zudem bilden Hochglanzlacke eine sehr harte Oberfläche. Für normale Haushaltsmöbel, wie wenig beanspruchte Kommoden oder Schränkchen, eignen sich auch Lasuren, Wachse oder Öle.

Zum Lackieren von größeren Flächen nutzt der Anwender idealerweise Walzen. Kurzflorige Nylonrollen sind gut für Acryllacke. Kunststoffwalzen sind gut geeignet für lösemittelhaltige Lacke.

Bei kleineren Oberflächen und Profilen empfiehlt sich immer ein Pinsel. Bei Kunstharzlacken passen Pinsel mit Naturhaarborsten, für feinste Lackierungen sind solche mit Chinaborsten zu empfehlen. Bei wasserbasierten Lacken bieten sich hingegen spezielle Acrylpinsel mit synthetischen Borsten an, da sie den Lack besser aufnehmen und einen glatten Verlauf ermöglichen. Außerdem gilt: Je länger die Borsten, umso glatter die Lackierung.

Auf die saubere, staub- und fettfreie Oberfläche wird nun der Lack längs zur Holzfaser aufgetragen. Den Lack dabei immer gut ausstreichen, denn es dürfen sich keine Tropfen oder Fettkanten bilden. Lieber mehrere dünne Schichten als eine dicke auftragen. Da sich beim ersten Anstrich die Holzfasern aufrichten muss die Oberfläche vor dem zweiten Anstrich deswegen nochmals leicht angeschliffen werden. Bestens geeignet sind dazu die Schleifvliesbogen aus unserem Schleifvlies im XXL Paket, da damit ein Durchschleifen der Oberfläche vermieden wird.

Im übrigen sind bei der Neugestaltung der Holzoberflächen der Phantasie keine Grenzen gesetzt. So können die alten Möbelstücke komplett mit einem (mehr-) farbigen Neuanstrich versehen werden. Mit neuen Techniken lassen sie sich die Möbelstücke mit  Tupfern, Mustern oder Ornamenten aufpeppen. Anregungen dazu gibt es reichlich.

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Tipps und Tricks beim Küchenmöbel streichen

Küchenmöbel neu zu streichen ist eine hervorragende Alternative zum Neukauf einer Küche. Es spart nicht nur Geld, sondern, bei richtiger Anwendung, bekommen Sie auch noch ein ausgezeichnetes Ergebnis.

Am einfachsten lassen Sie dabei den inneren Teil der Küchenschränke unbearbeitet. Den sieht man eh nur, wenn die Türen geöffnet werden. Zudem muss nicht alles aus den Schränken geräumt werden.

Der Raum, in dem Sie arbeiten, sollte gut gelüftet sein, um die Gerüche von Farbe bzw. Lack zu verringern. Gegenfalls sollten Sie mit einem Ventilator arbeiten.

Schritt 1
Entfernen Sie alle abschraubbaren Teile der Küchenmöbel, wie Handgriffe, Scharniere und Knöpfe. Decken Sie alle Arbeitsplatten gut ab, z.B. mit Folie. Entfernen Sie die Türen nicht. Mit Abdeck-Klebeband alle Scharniere sauber abkleben.

Schritt 2
Beizen oder schleifen Sie die alte Farbe (z.B. mit groben Schleifblocks Korn 60) ab. Sollten Sie ein Abbeizmittel verwenden, so achten Sie darauf, dass die Oberflächen gut austrocknen. Schleifen Sie auch diese Flächen vor (z.B. mit mittleren Schleifblocks Korn 100).

Schritt 3
Bringen Sie den Grundanstrich dünn auf, z.B. mit einem Florroller oder einem Pinsel. Zunächst grundieren Sie die Vorderseite der Türen, dann öffnen Sie diese und grundieren deren Rückseite. Nach den Türen dann den Rest der Korpusse bearbeiten. Sobald die Grundierung vollständig getrocknet ist, schleifen Sie diese wiederum nach (z.B. mit feinen Schleifblocks Korn 180).

Schritt 4
Tragen Sie nun die Farbe mit einem Florroller oder einem Pinsel auf, genauso wie vorher bei der Grundierung. Verwenden Sie entweder Öl- oder Latex-(Wasser) Farben. Ölfarben sind etwas schwerer zu verarbeiten, aber länger haltbar als Farben auf Wasserbasis. Achten Sie darauf, dass Sie die Farbe nicht zu dick auftragen, um eine gleichmäßig glatte Oberfläche zu erzielen.

Schritt 5
Sobald die Küchenmöbel komplett trocken sind, schleifen Sie Unebenheiten ab (z.B. mit feinen Schleifblocks Korn 180). Achten Sie dabei darauf, nicht zu fest aufzudrücken, damit Sie nicht zu viel Farbe abschleifen. Anschließend dann den Endanstrich aufbringen. Wenigstens 24 Stunden warten, bis Sie die entfernten Handgriffe etc. wieder anbringen.

Schritt 6
Reinigen Sie, insbesondere bei hochwertigen Pinseln, diese mit Verdünner oder bringen Sie billige Pinsel ungereinigt zum Recyclinghof.

Abschließend:

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Küchenmöbel neu zu streichen kann ganz schön mühselig und aufwändig sein. Drum nehmen Sie sich die Zeit und gehen Schritt für Schritt vor. Ein ausgezeichnetes Arbeitsergebnis wird Sie für all’ Ihre Mühen entschädigen